Nachlese - Bloglesung Ginsheim am 15.11.2008

Unter dem Motto und gleichlautendem Buchtitel 6 Herrengedecke und ein Sessel aus Plüsch fand ja am letzten Samstag eine echt tolle Bloglesung statt. Für mein Empfinden. Gut, inzwischen ist ja soviel in anderen Blogs darüber geschrieben worden, dass ich hier auf die Verlinkung aller Akteure und diverser Artikel verzichte. Nahezu alles hat mir total gut gefallen, ich mir an dieser Stelle aber nicht verkneifen kann, dass ich den “bekanntesten” Blogger und sich selbst bezeichnende literarische Zukunft Deutschlands irgendwie nicht so besonders fand. Nicht als Mensch und während der paar Worte, die wir wechselten. Da war er mir sympathisch. Sondern wie er seinen Vortrag an diesem Abend gestaltete.

Denn wenn man schon eine gewisse Popularität geniesst, sollte man bitteschön in der Lage sein, seine Texte ohne viel nervendes Gehaspel und Stottern vorzutragen, um dem Anspruch und Hoffnungen der Leser einigermassen gerecht zu werden. Zuviel Improvisation kann den Nimbus zerstören, mein lieber Herr *hmmhmm*. Vielleicht lag es aber auch beim Schwarm aller Frauen an den vielen Tagen (52 von 100?) ohne Alkohol (ich liebe es übrigens, alte “Blog-Feindschaften” zu pflegen, eigentlich mag man sich ja beim gegenseitigen Auf-die-Ömme-kloppen, weil man sich eben irgendwie ähnlich ist….).

Aber zurück zum Thema, ich verlinke in diesem Beitrag bewusst nicht. Weil Herr Schneck und ich etwas echt Schönes an diesem Abend erleben durften, was real keine Sekunde dauerte, gefühlt aber noch viel länger zu dauern schien und lange, zumindest in mir, nachhallen wird. Und dies Erlebte nicht zu Spekulationen führen sollte, was im ganz kleinen Kreis der Ginsheimer Kurshausgäste ein gut gehütetes Geheimnis ist. 

Ich sage nur Peter Fox mit seinem aktuellen Hit Das Haus am See und jenen paar Worten aus dem Liedtext die da lauten Meine Frau ist schön. Ich hatte das Glück, während jener gesungenen Worte zwei Augenpaare beobachten zu dürfen, die sich all jenes zu sagen schienen, alles das, was mich dieser Tage auch bewegt und ich inzwischen wieder als das unsägliche Glück betrachte, genau wie diese beiden Blogger ebenfalls in solche Augen schauen zu dürfen, welche nicht sprechen und einem doch so vieles sagen können.

Allein diese Sekunde des am Samstag erlebten war die Reise nach Ginsheim wert und ich freue mich für beide Schreiber und wünsche ihnen von Herzen viel Glück für ihre weitere, gemeinsame Zukunft. Auch wenn diese wohl von Veränderungen geprägt sein wird. Womit wieder beim Thema sind. Aber dies ist ein anderes Thema.  

Phil

Originaltext auf Wunsch einer lieben Blogkollegin am 19.11.08 “überarbeitet”

6 Kommentare zu “Nachlese - Bloglesung Ginsheim am 15.11.2008”

  1. Doktor Peh

    Mit den “Veraenderungen” reitest Du jetzt aber nicht auf dem Obama-Thema “change” rum, oder? Zufall?

  2. FrauvonWelt

    Danke fürs Miterleben, lieber Herr Phil.

  3. bella

    mc winkel und phil sind ähnlich. nee, is klar: *MUHAHARRR* ich muss kacken! : )

  4. Phil

    @Dr. P.: we can!
    @FvW.: War doch schön, der Abend. Mail und Änderungen sind raus.
    @bella: Sie waren an dem Abend nicht vor Ort, also können Sie sich kein Urteil über ein Urteil bilden, welches auf einer bestimmten Metaebene gefällt wurde. Aber schön, dass Sie wieder da sind - ich hatte schon Angst ein Kuschelblog zu sein, weil ich Ihrer Aufmerksamkeit nicht mehr wert war ;-)

  5. Erdge Schoss

    Bester Herr Phil,

    wie stets war es mir auch an diesem Samstag ein außerordentliches Vergnügen Sie zu begrüßen und mit Ihnen zu plauschen. Und Sie ahnen wahrscheinlich, wie sehr es mich freut, wenn solcher Budenzauber Ihr Gefallen findet und Sie diesem feinstziseliert Form und Forum geben.

    Was Ihr Urteil zu meinem Livepartner angeht, so sei dies Ihnen selbstverständlich unbenommen, dennoch möchte ich Ihnen freundlich widersprechen:

    Was er an diesem Abend leistete, verdient nach meiner bescheidenen Meinung allen Respekt, der weit vor dem Platz nehmen im Lampenlicht seinen Anfang nimmt. Ich verneige mich vor einem, der keine Mühen scheut und sich auf den Weg quer durch die Republik macht, um für ein Projekt zu trommeln, das allen Beteiligten vor allem eines ist: eine Herzenssache.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  6. bella

    stimmt, winkel ist ein frauenschwarm, phil ist ein frauenhasser. dazwischen liegen ja nur nuancen, aber ich kann eh nichts beurteilen, da ich ja nicht anwesend war. ach ja…*seufz*

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