[am:see]
kinder lachen, schreien, planschen.
quellwürste in viel zu kleinen badeanzügen mit darüber gestülpten shorts von den bermudas, welche sichtbar unter den achseln kneifen, flanieren an unseren decken, auf denen wir fläzen, vorbei. käsige hungerharken, prollig tätowierte dorfschlampen oder auch tumb stolzierende, anabolide calibrafahrer bilden jene mitmenschen, die uns, mich, heute, am badesee eben, umgeben. menschen aller couleur, zumeist innig verbunden; glücklich.
seit heute morgen geht mir redders beitrag nicht mehr so richtig aus dem kopf, ein, sein blog übrigens, den ich in letzter zeit immer mehr schätzen lerne. so von mann zu mann. hier und da wird zuweil getextet, wie ich mal früher, zu bestimmten spontanen zeiten es tat, an denen ich hier zwar um drei ecken formulierte, seinerzeit vielleicht näher an mir selbst war, als es heute, die letzten monate der fall zu sein scheint, schien.
jener, redders, beitrag also und die trauten zweisamkeiten quer durch alle schichten hier am see um mich herum - und wohl meine zu lange der sonne ausgesetzten zirbeldrüse machen mich etwas, eher, etwas mürrisch. und gleichzeitig hibbelig. weil spontan, angeregt, ich irgendwie (… mein lieblingswort!) wieder über partnerschaft, beziehung, liebe sinniere; nachzudenken beginne. mehr, als sonst.
streiche vergangenes, erlebtes wie vielleicht einmal geliebtes. und während ich hier so herumliegend in der sonne schmore, über die nächsten treffen nachdenke, wird mir irgendwie (… schon wieder dieses unwort) bewusst, dass ich auf dem besten weg bin, vielleicht wieder selbigen schritt zu weit zu machen, so wie einst.
nichts will so richtig passen; auf den ersten blick und trotzdem ist da jener kleiner funken von magie, der einen, uns, wie trunkene motten um den matten schein einer alten strassenlaterne tanzen lässt. es ist, wird, vielleicht wie es einmal war und doch so neu, anders, als es sein sollte.
wenn wir es nur zuliessen. jetzt, morgen, irgendwie.
phil

am 2. Juni 2008 um 11:02 Uhr.
[...] Zusammentreffen einen solch schlechten Eindruck zu vermitteln. Tättowierte Dorfmatratzen und anabolide Calibrafahrer sind genau die Worte, die diese Menschen beschreiben. Aber da muss mein Kumpel jetzt durch, [...]