Was war, in diesem Jahr?

Phil am 16. Dezember 2014 um 13:43

feuerwDas fragen sich bestimmt auch die paar verbleibenden Leser dieses Blogs. Hier war jedenfalls kaum was los, der Elan der vergangenen Jahre ist dahin, was aber nichts damit zu tun hat, das ich nicht gerne schreibe.

Nur erscheint mir das Bloggen an sich aktuell als nicht mehr so sehr angesagt; mein Feedreader leert sich zunehmend, weil immer mehr Schreiberlinge das Handtuch werfen oder sich an anderer Stelle wie z. Bsp. bei Facebook wortgewaltig tummeln.

Ist ja auch nicht schlimm, wer mich bei FB geaddet hat, hat ja bemerkt wie aktiv ich dort bin. Und was ich noch so treibe. So umtreibt. Nach den 2 letzten Jahren habe ich dieses Jahr wohl meinen Frieden mit mir gemacht und eine 180 Gradwendung durchlebt. Weg von der geplanten Karriere, materialistischem Gedankengut und überhaupt. Back to the roots sozusagen. Vieles, was mich mal (scheinbar) leitete, habe ich über den inneren Haufen geworfen und lebe jetzt so, wie es mir gut tut.

Privat ist alles nach dem Fast-Burn-Out wieder alles im Lot und selten ruhe ich so selten wie noch kaum in meinem Leben in mir. Tolle Freunde, interessante Perspektiven für die Zukunft und Hobbies, die endlich mal gelebt werden. Trotz wenig Geld irgendwie glücklich, aber das ist gut so, denn dem Mammon bin ich zu lange hinterher gerannt mit der mir gestellten Frage heute für was eigentlich?

Natürlich schreibe ich noch, aber das ist den neuen Aufgaben wie Pressearbeit in zig Medien gewidmet und so bleibt die kreative Ader fürs Bloggen leider hinten an. Wenn man den halben Tag für Print und Online schreibt, hat man nun mal weniger Bock, sich im Blog oder sonstwo kreativ auszutoben. Was nicht meint, dass hier Schluss sei - allein das Archiv amüsiert mich zuweil, was ich so die letzten 8 Jahre gedacht und in scheinbar unzählige Worte verwurstelt habe.

Mit wenigen Ausnahmen war 2014 ein schönes Jahr für mich und ich hoffe, ihr hattet ein ähnliches. 2015 lässt mich weiter hoffen (bis auf den Zahnarzttermin im Januar, aua…) und so wünsche ich euch allen ein schönes, friedliches Weihnachtsfest sowie einen prima Start in neue Jahr.

Euer Phil

Kuckuck :-)

Phil am 11. November 2014 um 10:16

mmt_guck

Red Stag Womanizer

Phil am 26. Juli 2014 um 16:45

Huch!?! Ein neuer Beitrag???

Ja. Weil ich nach dem Testen einer Gratisprobe des Kirsch-Bourbons von Jim Beam eben gerade aller beste Laune bin. Bei Maik von Langweiledich.net habe ich aus einer Schnapslaune heraus (Achtung Wortwitz!) den neuen Bourbon von Jim Beam gewonnen, weil man da Rezepte für Longdrinks, Cocktails oder Shots einsenden sollte. Das war hier.  Und die netten Menschen aus dem Jim Beam Pressebüro haben mir doch tatsächlich für umme so eine Pulle zugesendet, damit ich mich damit an der Bar austoben kann und das “Stöffche” mit allerlei Zutaten verfeinern soll.

Hab ich nun getan, was ja nicht schwer ist, weil ich derzeit fett im Eventgeschäft stecke (und daher kaum mehr zum Schreiben hier komme, sorry…), wo sich neue Kreationen im Mixgetränkebereich vortrefflich ausprobieren lassen.

Auf Basis des bei Maik & Friends geposteten Kommentar bin ich nun in die Bütt gegangen und habe das Ursprungsrezept etwas variiert. Mehrfach. He he he :-)

Hier das Originalrezept zum Red Stag Womanizer von mir:

4 cl Red Stag
2 cl Bananensaftkonzentrat (ggfs. ersatzweise Bananensaftlikör)
6 cl Orangensaft (hoher Fruchtgehalt bitte)
6 cl Sahne

Was ich jetzt dahingehend variiert habe:

4 cl Red Stag
2 cl Bananensaftkonzentrat (ggfs. ersatzweise Bananensaftlikör)
6 cl Orangensaft (oder 4 cl Orangensaft und 4 cl Ananassaft, aber ohne Bananenlikör dann)
6 cl Sahne (kurz aufgeschlagen)

Das ergibt je 18 cl Cocktail, den Rest mit Crushed Ice auffüllen, ab in den Shaker und mit Strohhalm, einem frischem Kirschenpärchen dekorieren. In der zweiten Variante die Sahne nach dem Shaken auffüllen,

Hier ein Foto, da es saisonbedingt keine Kirschen gibt, Deko mit Limette. Geht auch ;-)

redstagwomanizer021

Die Dame im Pelz

Phil am 8. Mai 2014 um 23:14

mirror01Trott, das übliche Einerlei, allabendliches Wir-müssen-ja-Gassi-gehen. So als Hundehalter hat man seine angestammten Runden und vor allem seine fixen Zeiten, bei denen man seinen Arsch bei Wind und Wetter vor die Tür bewegt, damit der geliebte Fellfloh nicht auf auf den heimischen Teppich macht. Groß wie auch klein, aber das mag jetzt zu viel an Information sein.

Jedenfalls haben andere Fellflohbesitzer auch so ihre Rituale wie ich und steuern exakt auf die Minute genau jene Grünflächen zwecks Darm- und Harnwegsentleerung an, die ich für mich meinen Husky auserkoren habe. Dreckspack denke ich oft, weil oft Zirkus zwischen den Tölen angesagt ist, der Fellfloh nicht kackt und deshalb morgens zwei Stunden früher raus will und am Bett rum nölt und vor allem übelst furzt.

Hundebesitzer kennen das - im Verlauf der Zeit beim Gassiwackeln kennt man mehr Namen von jenen Vierbeinern, als von deren Besitzern. So auch ich, aber in den letzten Monaten fiel mir eine elegante Frau auf, die oft recht spät, meist wenn ich nach Schließung unseres Clubs mit dem Hund draußen war, sich in den Parks, Grünanlagen oder Auen mit ihrem Dalamatiner die Beine vertrat. Seltsamerweise meist in einem schwarz gepunkteten teuren Pelzmantel, hohen glänzenden Lederstiefeln und einer Designerhandtasche von LVHM.

Jene Frau suchte bislang immer den gebührenden Abstand zu mir, zu meinem Hund; verblieb oft hunderte Meter entfernt von uns. So wie ein feiner Pinkel wie sie eben nichts mit dem Proletariat wie mit mir zu tun haben will und ich selbst aus großer Distanz ihre erhobene Nase zu sehen wähnte. Ging ich meine Runde, verweilte sie oft an einer Stelle, bis ich außerhalb ihres Radars war; wenn, dann folgte sie mir in mehreren hundert Meter Abstand.

Nur neulich, ja neulich, wir hatten einen Gig bis circa 4 Uhr morgens, lief jene Dame im Pelz vor mir; anscheinend sehr gedankenversunken. Ihr Hund war wohl auch müde und so konnte ich uns erstmals bis auf wenige Meter aufschließen lassen und sah, dass das gesamte Outfit von ihr billige, abgewetzte Kopien waren. Der Pelz fleckig, die Stiefel abgewetzt. Am großen Holzpavillon im Park wühlte sie in der dort aufgestellten Mülltonne und stopfte heraus genommene Pfandflaschen in ihr LVMH Imitiat an Handtasche, welche über ihre hängenden Schultern hing.

Ein hielt ich, mein Hund und ich wir zogen uns beide etwas zurück. Der Husky sah mich fragend an, ich dann überlegend ihn und ich dachte nur, dass ich froh bin, in meinem Leben nicht so ein Theater spielen zu müssen, nur um den Leuten einen gewissen Habitus vorgaukeln zu müssen. Oder gar zu verheimlichen.

Phil

[mo:mente]

Phil am 12. Februar 2014 um 22:07

augenpicRuhe. Endlich mal fünf Minuten Ruhe.

Kein Telefon, kein Chat, kein nach Gassi oder Leckerli nervender Hund. Nichts in der Glotze, was Aufmerksamkeit zieht; nix in der Wohnung zu tun. Keine Planung für die nächsten Events, keine Mahnung im Briefkasten, keine gesellschaftliche Verpflichtung. Einfach mal ein Moment für sich, für mich. Ganz allein. Eben mal gerade.

Nur so. Mal an nix denken. Die Tastatur mal wieder im Blog klappern lassen, für den Blog bewegen. Jene Momente aus früheren Zeiten aufleben lassen, als weniger Sorgen, Gedanken oder mehr Freizeit der Kreativität ihren freien Lauf ließen und das Ventil für heute viel besser zu verarbeitende Erlebnisse aus dem Alltag waren.

Ein verschmitztes Grinsen huscht über das eigene Gesicht. Jene Momente sind nicht nur soeben, sondern derzeit überall. Beim scheinbar gelangweilten Stöbern im Supermarkt und dem fast endlosen Begutachten von Obst oder Gemüse. Oder beim gedankenverlorenen Popeln im Auto an der roten Ampel. In irgendeinem Meeting, bei dem ich versuche irgendwelche Kunstdrucke an den Wänden dahingehend zu interpretieren, was sich der Maler eigentlich bei dem Erschaffen gedacht hat und mein Gehör im Endlos-Blabla auf lautlos schaltet. Oder in der Küche beim Kochen, wenn Revolverheld aus dem Radio ertönt und stoisch die Töpfe und Pfannen von mir maletriert werden und das Bäuchlein langsam das Knurren beginnt.

Momente, fast einer Trance gleich, aber mit offenen Augen registrierend. Momente, in denen man weiß, dass da trotz viel Nichts ein gewisses Alles einen bestimmt, leitet und dafür sorgt, dass der innere Sumpf nie so nass und modrig wird, so dass man in ihm versinken möge, ja kann. Es sind jene Augenblicke, in denen bei der Reflektion all möglicher Scheiße im Leben man sich bewusst wird, dass nur das Positive im Leben zählt und nicht das Andere.

Und wenn es nur ein einziger Moment ist. Das zählt. Denn er wertet alles andere auf.

Phil

Der Trolley

Phil am 16. Dezember 2013 um 21:05

bkschnee
Ziemlich genau noch eine Woche bis zum Heiligabend. Der zweite in meinem neuen Heim, das nach etwas mehr als einem Jahr inzwischen auch so etwas wie ein Zuhause, mein Zuhause geworden ist. Kein Palazzo Prozzo mehr, keine 60 bis 80 Stunden Arbeit die Woche, keine Hatz mehr über Bahnhöfe und Flughäfen mit Laptoptasche und schnurrenden Trolley am Mann, um der Karriere, dem Mammon auf Teufel komm raus für Prestige und Status dienlich zu sein.

Die Entscheidung zur persönlichen Entsagung vieler Annehmlichkeiten, um sich den wichtigeren Dingen im Leben mit mehr Zeit widmen zu können, habe ich in keiner Sekunde der letzten zwei Jahre bereut. Auch nicht die Zielsetzung, Berufung zum Beruf zu machen, einen Hund zu sich zu nehmen, sich von Freunden zu trennen, die sie nur waren, als ich mit ihnen fett Kohle verbrannte oder ich noch in mein inzwischen gewandeltes Weltbild gepasst hatte. Oder auch andere Dinge, die ich früher nie schätzte und es jetzt eben tue.

Der Tag heute fing mit belanglosem Zeitverplempern an, einen kurzen Auftrag für Donnerstag gefixt, ein Wichtelgeschenk im Web geordert und vor allem all jene Einkäufe für Weihnachten zu erledigen, die ich nächsten Montag oder am Dienstag, an Heiligabend, tunlichst vermeiden will. Auf dem Einkaufszettel stehen nun nur noch Dinge, die frisch besorgt werden müssen und selbst diese sind weitgehend vorbestellt, um dem sich in Läden und Märkten prügelnden Konsum-Mob Anfang nächster Woche ausweichen zu können.

Mit ein paar Bands telefoniert, Buchungsanfragen bearbeitet, Konzerttermine für 2014 gecheckt und nun beginne ich, ein wenig die Wohnung für den 24. herzurichten. Das Esszimmer aufmöbeln, denn wie die letzten knapp 20 Jahre habe ich Heiligabend wieder Besuch; Menschen, Freunde oder Bekannte von mir, die an jenem Tag alleine wären und denen in dieser feierlichen Stimmung nicht die Decke auf den Kopf fallen soll. Eine Tradition, die ich nach der Scheidung weiter pflege, eine Tradition, die nicht nur ich im Kreise meiner Freunde gut heiße und gerne pflege.

Am frühen Mittag dekoriere ich die Fenster, nicht zu pompös, nicht zu kitschig, nur so ein wenig, um an den Festtagen ein wenig festliches Ambiente zu verbreiten. Während dessen sehe ich, wie die alte Frau Lenz aus dem Haus schräg gegenüber ihre Hoftür verschließt und mit zwei Einkaufstaschen und einem Trolley sich flott in Richtung der Haltestelle des Sammeltaxis bewegt. Munter schnurrt ihr Trolley hinter ihr her, während ich bei geöffnetem Fenster ein wenig Deko auf die Fensterbänke stelle und winke ihr zurück, als sie mir in flottem Schritt vorbei huschend ein frohes Fest und einen guten Rutsch wünscht.

Das Telefon läutet erneut, bla bla bla und blubb blubb blubb - dann wusel ich weiter durch die Wohnung. Immer durch die Töle belästigt, die neugierig jeden meiner Schritte beäugt, weil ja anscheinend irgendetwas in der Luft liegt. Meine Gedanken kreisen um die alte Frau Lenz. Sie war letztes Jahr die erste Person, die mich quasi in die Nachbarschaft integrierte; sie ist vielleicht 75, wenn nicht sogar schon um die 80 Jahre alt. Aber fit und immer hilfsbereit. Insbesondere als meine Paketannahmestelle, wenn ich aus verschiedenen Gründen nicht im neuen Heim weilte.

Sobald ich bei ihr ein für mich bestimmtes Paket oder Päckchen abholte, war sie immer für einen kurzen und herzlichen Schnack bereit, fragte freundlich, aber nie zu neugierig, antwortete höflich, aber nie abschätzig. Erst gestern holte ich eine Sendung bei ihr ab und sie teilte mir freudig mit, dass sie dieses Jahr die Festtage bei ihrem Sohn und seiner Frau verbringen würde und er sie heute am Stand des Sammeltaxis abholen würde. Und das, obwohl er und ihre Schwiegertochter doch beruflich so viel zu tun hätten und man jetzt endlich nach einigen Jahren endlich mal wieder die Festtage zusammen verbringen würde.

Mir fällt ein, dass der Mann von Frau Lenz diesen Herbst nach langer Krankheit verstorben war und das echt ein netter Zug von den Kindern ist. Man lässt olle Leute insbesondere Heiligabend nicht alleine und ein wenig peinigt mich das schlechte Gewissen, weil ich selber vor einigen Jahren mit Teilen meiner Familie brach, aber dies aus gutem Grund. Draußen am Briefkasten sehe ich, wie sie auf der Bank beim Sammeltaxi Platz nimmt und ihr Gepäck durchsucht wohl in der Absicht zu prüfen, on auch ja nichts vergessen wurde.

Langsam dreht sich die Uhr in Richtung drei Uhr und es verdunkelt sich der Himmel, Schneefall setzt ein und bedeckt sofort alles und jenes nach dem Frost der letzten Tage. Der Husky mault, es ist seine Zeit und ich schnappe ihn mir für das nachmittägliche Gassi; es ist ja sein Wetter. Laufe mit ihm an Frau Lenz vorbei, die mir fröhlich zuruft, dass ihr Sohn sie gleich abhole. Unterwegs auf dem einstündigen Spaziergang klingelt das Telefon, es ist Lea, die nun doch für Heiligabend absagt. Sie hätte sich wieder mit Paul vertragen und beide wollen es nun doch noch einmal versuchen. Gut, denke ich mir, ein Fresser weniger und statt der maximal sechs Feiernden nun nur noch fünf.

Der Hund dreht ein wenig am Rad aufgrund des Schnees und ich auch, weil ich beim Einkehren vom anderen Ende meiner Straße Frau Lenz immer noch auf der Bank sitzen sehe. Sehe, wie sie in ihr Handy spricht, den Kopf immer und immer wieder schüttelt. Drinnen in meiner Wohnung schaue ich verstohlen durch das Wohnzimmerfenster in Richtung Bank, sehe wie die alte Dame sich langsam erhebt. Denke, ah, jetzt kommt ihr Bub wohl und leine im Flur den Hund ab, gebe ihm was zu Fressen.

Husche wieder zum Fenster, weil ich so ein Schlurfen höre und sehe Frau Lenz, wie sie müde, Kopf und Mantel mit Schnee bedeckt, hängenden Schultern ganz langsam zu ihrem Haus mir schräg gegenüber zurück trottet, ihren Trolley schief, seitlich auf einem Rad seitlich hinter sich herziehend. Als sie hinter ihrer Wohnungstür verschwindet, die Rollos herunterlässt, weiß ich sofort, was ich die nächsten Tage machen werden. Drüben klingeln - es ist ja jetzt ein Platz bei mir frei geworden an Heiligabend.

Phil

ZDF macht den Konquistador für Inka!’s Show

Phil am 29. Oktober 2013 um 12:36

drunterWenn man so wie ich derzeit öfters auch tagsüber Muße hat, ein paar Stunden vor der Idiotenlaterne zu verplempern, ist man über längeren Zeitraum in der Lage, sich ein gewisses Bild über die deutsche TV-Landschaft zu machen.

Eher bewusst, gezielter plane ich mein eigenes Fernsehprogramm für den Abend; läuft die Glotze tagsüber, nehme ich Sendungen eher nebenbei wahr. Krimis, gute Dokus oder Spielfilme schaue ich mir eher auf Spartenkanälen an - aber zum Leidwesen meiner weltbesten Gassigängerin des öfteren auch Kochshows. Wobei ich das Gemecker von ihr nicht verstehe, weil ich schon des öfteren dort Rezepte entdeckte, die vortrefflich ihr Hüftgold vermehren.

Private Sender mit ihrem überwiegend prekariatsorientierten Angebot wie Zoff vorm Gericht, Familie im Arsch, renitente Kids im Gulag, B- bis D-Promigeblubber oder bspw. Pseudodokus aus dem “realen” Leben sind mir ein Gräuel und finden nicht den Weg auf meinen HD-Schirm. Das nachmittägliche Fernsehen ist für mich eher so eine Art nebenher stattfindende Berieselung - in jenen Stunden kann man prima bügeln, Speisen für das warme Abendessen vorbereiten, am PC Akquise, Vereinsarbeit, sonst welche erforderlichen Dinge erledigen oder z. B. leidigen Behördenkram abarbeiten.

Seit einigen Wochen sendet das ZDF einen Talk mit Inka Bause, die ich bislang nur vom Hörensagen kannte, da Sendungen mit kopulationswilligen, hormonüberladenen Landwirten und Frauen, die sich die rurale Grenzdebilität mit derlei Mannesvolk wünschen, mir zuwider sind und eine Beledigung für mein kulturelles und künstlerisches Selbstverständnis sind.

Talkshows, sofern gut gemacht, fanden und finden immer noch ab und zu den Weg über meine Fernbedienung ins heimelige TV - und die Nachmittagsshow “Inka!” ist für mich immer sehr kurzweilig und schafft es sogar des öfteren, mich von den eingangs genannten Aktivitäten abzulenken. Jetzt lese ich, dass Frau Bause im November bereits wieder ausgedient hat beim ZDF - weniger als 700.000 Zuschauer sind jenseits aller Erwartungen des Senders.

Schade, denn der Mix in jenem meist themenorientierten Talk ist breit gefächert und hat eigentlich für jeden “etwas dabei”. Die Moderation ist ansprechend, außer immer dann wenn Inka auf ihr Singledasein verweist, aber anscheinend schauen die für sie paarungswilligen Kandidaten andere Kanäle. Talk ist im deutschen Fernsehen quasi schon ausgestorben und eines der letzten (für mich) akzeptablen Formate wie “Inka!” verschwindet nach weniger als drei Monaten wieder von der Bildfläche.

Für mein TV-Mafia GEZ-Geld erwarte ich Qualität statt Quote, aber mit dem vorzeitigen Aus jener Talkshow disqualifiziert sich der Sender selbst und wird an jenem Programmplatz wohl wieder eine weitere Kochshow oder die x-te Wiederholung von irgendwelchen uralten SOKOs bringen. Vielleicht sollte ich mir doch mal die Hirnlappen durchtrennen lassen - dann hätte ich sicherlich wesentlich mehr für mich interessante Programme und Formate im Angebot…

Phil

[back:again]

Phil am 11. Oktober 2013 um 00:29

Wieder erwachter Zauber der Nacht
hier die Feder zu führen wie einst,
zeitens, wenn der Mond  oben lacht,
Gedanken zu formen, was Du meinst.

Trägheit der Sinne, Muse der Leere,
verbannt aus Seele und dem Sein,
hast verloren gegen jene Schwere,
welche zog Dich ins Dunkel hinein.

In der Stille dem Atmen lauschend,
dem Schlaf von Mensch und Getier,
so atemlos Du textest berauschend,
denn Du bist eines - wieder hier!

Phil

Man versteht sich… :)

Phil am 1. Oktober 2013 um 19:52

blog_aik_bue_eyesBeim Gassi.

Heut Abend, mit diesem sibirischen Husky, der derzeit mein Leben meint zu seinem diktieren zu müssen.

Zwei Strassen weiter, dunkler Schnauzbart, irgendjemand ziemlich weit rechts aus der Donauregion. Guckt den Husky an, beginnt Palaver. Ich nenne ihn mal “Omar”. (O). Ich, (I).

O.: “Huh. Hastu Wolf?
I.: “Häh? Nix jucken, nix kratzen!”
O.: “Ah, Alaska?”
I.: “Nix Alaska - Sibirien!”
O.: “Da nix Hund sein, nur Bär!”
I.: “Doch. Kuckstu hier” (Finger zeigt auf Töle)
O.: “Ist aber Alaska!”
I.: “Nix Alaska - Sibirien!”
O.: “Sibirrria nurr Wolff!”
I.: “Gnnnnnnf….”
O.: “Unte Bärrr!”
I.: “Nein, das ist ein Siberian Husky und der kommt ned aus Alaska, sondern aus Mannheim!”
O.: “Mennem????”
I.: “Jo!”
O.: “Wolle Raki?”
I.: “Jo!!!”

Na bitte. Geht doch mit diesem Ding was da heißt Völkerverständigung!

Phil

Wie Politik & Medien N*zis Stimmen verschaffen

Phil am 12. September 2013 um 14:04

grdiktatorSeit etlichen Wochen, Monaten verfolge ich hier in meiner Heimat Hanau und Umgebung die öffentliche Diskussion um die N*ziaufmärsche in Hanau, die eigentlich nichts anderes sind als Wahlkampfkundgebungen jener braunen Brut, von ihr als sog. D*utschlandfahrt bezeichnet. Täglich schlage ich regionale Printmedien auf, surfe über teils auch überregionale Nachrichtenportale oder lese in den Timelines der von mir genutzten Sozialen Netzwerke. Überall lese ich N|P|D -vice versa aber kaum was von anderen Parteien- und dem allgemeinen Ungemach über deren Auftritte, die letztendlich nichts anderes als armselige Präsenzen von einigen wenigen denkbefreiten Deutschen sind, die zu vernachlässigen wären, wenn nicht …

Ja. Wenn nicht Medien, Politik, Vereine, Künstler etc. just gerade im Vorfeld der anstehenden Bundestagswahl jene Deppentour durch unsere Republik dazu nutzen würden, sich imageträchig gegen “rechts” auszusprechen und bei Demos etc. auf Stimmen- und Sympathiefang zu begeben, indem auf diversen Fotos Oberbürgermeister zu sehen sind, die die Faust demonstrativ in die Höhe recken oder Oppositionelle gar den verruchten Stinkefinger in Richtung des Stands der N|P|D zeigen. Aber auch andere Parteien und Organisatoren blasen ins gleiche Horn und verschaffen meiner Meinung nach den ewig Gestrigen eine mediale Bühne, die von denen vielleicht sogar so gewollt ist.

Aber in Zeiten wie gerade diesen vor einer Wahl zählen Stimmen, zählen Fans oder sonstige “Anhänger”, die lediglich den ureigenen Interessen einer Partei, Organisation oder wem auch immer zu dienen haben. Und was ist da nicht besser, als sich gegen den braunen Mob überaus medial präsent aufzulehnen? N*ziaufmärsche? Dass ich nicht lache. Mit diesem Begriff assoziere ich Tausende von Menschen mit nach oben gelähmten Armen auf riesigen Plätzen - nicht aber keine zehn Glatzen, die mit Eiern und Steinen beworfen werden und weit abseits jeglichen Sachverstands und rhetorischer Kompetenz ihre dumme Parolen öffentlich darbieten.

Wir alle befinden uns in einer absolut aufgeklärten Zeit und uns allen ist (mehr oder minder) bewusst, dass das Modell N|P|D in unserem Land eigentlich keine wirkliche Chance hat Fuß zu fassen. Natürlich ist den Anfängen zu wehren, aber muss sich wirklich ein aus knapp 1.000 Leuten bestehender Antifa-Mob medienwirksam über einen 7,5 Tonner echauffieren, vor dem eine Handvoll N*zis herumhampeln? Die Presse zeigt solche Bilder nicht, man sieht Demonstranten und Leute des öffentlichen Lebens, wie sie gegen rechts agieren, aber nicht eine übermächtige Menge, die vor jenen wenigen Rechten positioniert ist. Es könnte ja der Eindruck entstehen, dass jener “Mob” eine kleine Minderheit niedermachen will - was auch gut ist, aber eben die Verhältnismäßigkeit der Mittel mehr als überstrapaziert. Wie war das mit den Spatzen und den Kanonen nochmals…?

Zig Polizisten, Ordnungsbeamte und sorgen für Recht und Ordnung und das ist gut so. Aber wann gehen die Leute bei uns mal auf die Straße, um sich gegen anderen Ungemach in unserer Kommune zu wenden??? Gegen die Streichung und/oder Kürzung städtischer und kommunaler Budgets, die zu Lasten der Alten, sozial Schwachen, Behinderten, der Kunst und Kultur gehen? Eine Stadt, die unter dem Rettungsschirm ist und gleichzeitig zig Millionen Euro verballert, um diverse wahrscheinlich auf ewig verlustreiche Prestigeobjekte in Hanau wie z. Bsp. den neuen Freiheitsplatz zu errichten, anstatt Spielplätze auszubauen, Straßen zu renovieren oder anderen sozialen Aufgaben als Staatsorgan nachzukommen? Keiner, auch die Presse singt oftmals das Lied jener, deren Brot sie gerade isst. Stattdessen nur N|P|D Geschwafel an jeder Ecke und kaum ein kritischer Beitrag zu den wahren Missständen in unserer Gemeinde bzw. konkrete Äußerungen und Pläne seitens der Politik, wie jene sukzessiv beseitigt werden könne.

Zuweil stelle ich mir vor, wie ich als “Unterschichtler” mit Feinripp, fleckiger Turnhose und Dosenbier vor der Glotze sitze und Prekariats-TV schaue; von diesem Typus haben wir übrigens in Hanau überdurchschnittlich viele. In der Zeitung vor mir auf dem Tisch steht andauernd was von N|P|D und auch beim HR zeigt man Abends dazu öfters etwas. Bürgermeister und etablierte Bonzen anderer Parteien gehen gegen den brauen Sumpf vor und dies wird mir täglich eingetrichtert. Alles Leute, die daran “schuld” sind, wie ich gerade lebe; dass Schnaps, Zigaretten, Strom und viele andere Dinge des Lebens immer teurer werden, während mir auf der anderen Seite die Leute vom Jobcenter Leistungen streichen oder mich in Jobs vermitteln wollen, von denen ich heutzutage kaum mehr leben könnte.

Auch wenn ich mir eigentlich bewusst bin, dass diese “Schuld” bei mir liegen könnte, so gebe ich diese den Anderen jene “Schuld” und werde diese nicht am 22. September wählen - sofern ich es überhaupt nach dem Frühschoppen ins Wahllokal schaffen würde. Aber die Jungs mit den schicken Glatzen und Stiefeln, die haben doch irgendwie recht, es muss etwas anders werden in diesem Land und vielleicht sind die ja die Richtigen. Und vielleicht schaffe ich es ja doch übernächsten Sonntag ins Wahllokal…

Was ich hiermit gerade etwas überzeichnet umschreibe, nennt man gemeinhin Reaktanz. Laut Wikipedia ist das die Definition vonDas reaktante Verhalten, das aus dieser Haltung erwächst, besteht darin, die nunmehr verbotenen Handlungen – insgeheim oder offensichtlich – weiterhin auszuführen. Auf diese Weise möchte sich die betroffene Person diese Freiheiten gleichsam zurückerobern (auch wenn dies ggf. gar nicht mehr möglich ist). Typisch für die Reaktanz ist eine Aufwertung der eliminierten Alternative, d. h. gerade diejenigen Freiheitsgrade, die der Person genommen wurden, werden nun von dieser als besonders wichtig erlebt. Insbesondere kann die nun verbotene Handlungsmöglichkeit der Person zuvor völlig unwichtig gewesen sein. Im Extremfall hat die Person von dieser Handlungsmöglichkeit vor dem Eintreten der Beschränkung nie Gebrauch gemacht, übt die Handlung aber seit dem Eintreten der Einschränkung aus.

Und in der Folge dazu führt, wenn “

  • äußere Einflussversuche zur Änderung oder Kontrolle von Einstellungen erfolgen [aktiver sozialer Einfluss von außen] oder
  • Barrieren errichtet werden [passiver sozialer Einfluss von außen] oder
  • ein Zwang zur Auswahl zwischen verschiedenen Alternativen besteht [aktive/passive Behinderung von innen].”

(Bitte kompletten Beitrag bei Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Reaktanz_(Psychologie) lesen.)

Dem hatten wir schon mal erfolgreich entgegengesteuert, als in den 60ern und 70ern die KP eine große Bedrohung unserer Gesellschaft waren - oder zumindest als solche hingestellt wurde - wurden deren Aktivitäten weitgehend totgeschwiegen und kaum medial verwertet und somit ein zu vernachlässigender Gegenstand des öffentlichen Interesses. Jene Partei verschwand binnen Frist von der Bildfläche und hat heute eine Resonanz im unteren Promillebereich, was deren Anhängerschaft betrifft. Die “Einschränkungen” im Sinne der Reaktanz übten auf diese Weise keine Reize auf jene Menschen aus, die sich z. Bsp. “aktiv/passiv” durch deren Einschränkungen im gesellschaftlichen Leben eingeschränkt fühlten. Oder sinnbildlich erläutert und auf heute übertragen: Nerviges, lautes Spielzeug, dass ich meinem Kind oder Hund wegnehme, ist bald von ihnen vergessen.

Was nicht meint, dass R*chtsextremismus totgeschwiegen werden, sondern man damit differenzierter umgehen soll und ihn nicht medienwirksam, populistisch oder in Form der Eigenwerbung dahingehend stärkt, dass der individuelle Bekanntheitsgrad mit der damit oft verbundenen Assoziierung negativer Ausstrahlung als Schuss nach hinten losgeht. Man so politische Strömungen indirekt stärkt, die in unserem Land unerwünscht sind. Das hatten wir schon mal und ich betrachte den aktuellen Umgang mit der N|P|D dahingehend, dass diese eher gestärkt als geschwächt wird. Auf einem der Videos der D*utschlandfahrt bedankt sich der braune Parteivorsitzende übrigens ausdrücklich für das mediale Interesse und grinst sich einen. Weiß er weshalb?

Meine Missachtung gegen N*zis bringe ich durch meine persönlich Haltung zum Ausdruck. Durch derlei Beiträge wie diesen oder bspw. meine Intoleranz ihnen gegenüber in meinem sozialen Umfeld. Lieber werfe ich in der Hammerstraße einem Penner was in den Hut, organisiere mit Freunden einen Altennachmittag mit Kaffee, Kuchen und Musik oder wie jetzt am Wochenende ein Benefizkonzert zum Erhalt der Meeresfauna und -flora. Aber seitens Politik, Vereinen, Verbänden und Medien lasse ich mich nicht dahingehend instrumentalisieren, um deren eigennützige Zwecke zu unterstützen; die letztlich nur jenes stärken, was unerwünscht ist.

Phil

Pack mer’s!

Phil am 11. September 2013 um 15:08

namicoLange hat es gedauert und ob ich letztlich genug Arsch in der Hose haben würde, stand in den Sternen. Nach meinem Trip Ende 2011 durch das südliche Afrika ging so ziemlich alles den Bach hinunter, was hinuntergehen konnte. Beziehungshoffnungen endgültig aufgrund fehlender Nähe zerplatzt, Job verloren, Firma zerlegt, Gesundheitsprobleme und und und… Volles Programm in Sachen Tritte in die mentalen Klöten. Burn Out? Keine Ahnung, könnte aber sowas in der Art gewesen sein.

Der Palazzo Prozzo (Eigentumswohnung) musste verramscht werden, bei der Arbeitsagentur gebuckelt werden, Alternativen gesucht werden, da die grundsätzliche Entscheidung fiel, partout nicht mehr im alten Job zu arbeiten. Neue Wohnung, neuer Hund, neue Hobbies, neues Privatleben und ein paar abgelegte Arschlöcher, die mich mal als Freund bezeichneten. Alles neu, irgendwie und das in meinem fast biblischen Alter für einen Hansdampf in allen Gassen.

Total Reset quasi. Neugestellte Weichen, auf denen das Leben weitergeht, zu fahren hat. Und dazu gehört das auf’ Eis gelegte Projekt, ein bebildertes Reisetagebuch zu schreiben. Nachdem ich monatelang rechtefreies Kartenmaterial zur Illustration gesucht hatte, heute endlich der Anruf von einem Kartographen, der mir eben jene qualitativ hochwertigen Dokumente für lau zur Verfügung stellt. Dafür schon heute besten Dank an Prof. Dr. Jaeschke von der HTW Dresden!

Die ersten Kapitel sind bereits fertig, also pack mer’s. Lebbe geht weider.

Phil

yo man!

Phil am 28. August 2013 um 11:30

ntsblog

via

Phil

[ramstein]

Phil am 28. August 2013 um 10:53

Anlässlich des 25. Jahrestages, anlässlich des 19. vor einigen Jahren ein experimenteller Text von mir, der keinerlei persönlichen Bezug enthält.

http://www.murmeltiertag.net/?p=639

Phil

Motto des Tages

Phil am 27. August 2013 um 12:21

kastape_mid

Kopfgeschosse (93)

Phil am 31. Juli 2013 um 22:47

Der Sinn des Geschriebenen
liegt niemals in seinem selbst,
sondern immer wohl irgendwo
zwischen der Intention des Autors
und der Interpretation des Lesers.

Phil

[7]

Phil am 30. Juli 2013 um 23:22

Sieben. Angeblich verändert sich jeder Mensch alle sieben Jahre. Wieso, weshalb, warum? Weiß keiner und deshalb bleiben wir ob dieser Hypothese dumm. Bumm!

Heute ist dieser Blog (ha ha, eigentlich “dieses” Blog) sieben Jahre alt geworden. Sieben Jahre eigene Gedanken ins Web stellen, lange schon vor einer Zeit, in der heute Leute inzwischen keine Hemmungen mehr haben, sich nackig auf Sozialen Netzwerken zu präsentieren. Sinnbildlich gemeint. Irgendwie schwingt da bei mir eine Wehmut mit; viele, viele Blogs sind inzwischen in meinem Reader ausgesiebt worden, weil dort entweder der Betrieb eingestellt wurde oder deren Inhalte mir aufgrund veränderter Interessen schlicht und ergreifend nimmer gefallen.

So wie mich auch etliche Leser auch “de-abonniert” haben, weil hier nimmer viel los ist. Hat aber auch seinen Grund, da ich viel an anderer Stelle schreibe. Pressearbeit, Vereinsarbeit und viel Designgefummel in Adobe-Programmen zehren am täglichen Kreativpotential, das letztlich zu Lasten des Hobbys Blog mit all seiner Inspiration gehen. Finde ich schade, bin aber nicht wirklich traurig drüber, denn irgendwann wird jenes unbändige Gefühl der Selbstmitteilung wiederkommen. Hoffe ich zumindest, weil die Interaktion mit den Lesern die eigentliche Motivation war, vor sieben Jahren diesen Blog ins Leben zu rufen. Und es meinen mentalen Schwanz vielleicht wieder etwas größer machen könnte…

Mit etwas Glück werde ich dieses Jahr nach der Aufgabe meines alten Jobs in der Journaille landen. Etwas komplett anderes machen, als jenes, was bisher die letzten 20 Jahren meines Leben triggerte. Etwas, was mir (hoffentlich) Spaß macht und mich nicht vom schnöden Mammon leiten lässt, was mich aus der Gelähmtheit des Jetzt entführt. Eine Aufgabe, die keine Menschen auf die Straße setzt, sondern Menschen begeistert, motiviert, informiert oder einfach nur nur glücklich, zufrieden macht. Und wenn es nur für ein paar Minuten, Stunden sind.

Was ändert sich in jenen sieben Jahren und ist da was dran? Von meiner Warte aus, jaaa, da ist was dran. Alles ist irgendwie anders geworden - aber nicht nur schlechter, wie der passionierte krawallmedien geprägte Sozialdemente gerne für sich proklamiert. Für mich ist in der Außenwirkung sicherlich vieles “schlechter” geworden; innerlich betrachtet geht es mir sowas von gut, wie ich es mir vor jenen sieben Jahren in ihren Zyklen oft gewünscht hätte. Oder anders gesagt - ich pfeife auf vieles und ziehe “mein Ding” durch, auch unter teilweise nicht rationalem Engagement für andere meinerseits. Besser gesagt - weniger ist mehr.

C’est la!

Phil

[dis:tanz]

Phil am 13. Juni 2013 um 00:05

Wie lange ist es her, dass ich hier was geschrieben habe??? Gefühlt eine Ewigkeit. Zu schreiben bedeutet angreifbar zu sein, egal was da schwarz auf weiß steht - man liefert sich aus. Wem oder oder was auch immer, zementiert in Wort und Bild für all jene, die einem nicht die Butter auf dem Brot gönnen.

Aber das ist eine andere Geschichte, ich verfolge gerade die Trennungsgeschichte eines mir persönlich nicht ganz unbekannten Bloggers. Heirat vor einem Jahr, nun Trennung, Schluss, Aus, nichts mehr. Wolfsgeheul in seinem Blog, welcher eigentlich von mir inhaltlich tot geglaubt war. Wie so viele personalisierte Webseiten aus meinem Feed, die zugunsten flacher Posts in profanen wie auch sozialen Netzwerken, Kurznachrichtendiensten etc. pp. flöten gingen.

G.’s Texte in seinem Blog sind Ventile der unerhörten Lebensfragen und ich kenne jene nur zu gut und ich hoffe, dass Sie ihm nur allein schon durchs zum Papier bringen helfen. Unabhängig zum Bezug seiner Person seiner selbst. Denn jenes “Luftmachen” war ja auch mal bei mir hier im Blog Gegenstand und hatte irgendwie geholfen, also mir.

Also Kumpel der geschärften Klinge - hau weiter rein, was da eben läuft, es ist eben das Leben. Der Bombay Sapphire steht kalt, falls Du mal wieder in unserer alten Heimat verweilst.  Auch wenn uns distanztechnisch wie auch sonst Welten trennen mögen.

Phil

Freund & Feind

Phil am 20. Februar 2013 um 00:08

sunsml01

Bedanken will ich mich heute nur mal bei all jenen, die hier dem Blog die “Stange halten”. Leider ist es so, dass es inzwischen subversive Elemente in meinem privaten Umfeld gibt, die Beiträge mit real-fiktivem Inhalt aus diesem Blog nehmen, diese ausdrucken und dazu nutzen, mir Schläger auf den Hals zu hetzen. Meine Worte aus jenen Artikeln dahingehend verdrehen, um Stimmung gegen mich zu machen, um mir zu schaden. Meinen Freunden zu schaden. Mir Gewalt antun wollen.

Das raubt mir langsam die Lust, zu schreiben, insbesondere hier im Blog, da jedes Wort von mir inzwischen als Affront gegen alles und jenes interpretiert wird, als Waffe gegen mich und meine Freunde verwendet wird, um intellektuell weniger bewanderte Mitbürger dahingehend zu motivieren, mir aufs Maul zu hauen. Sie diese zum Beispiel in unsere Musikkneipe ins Gewölbe zu schicken, um mal den “Laden aufzumischen”, den meine Freunde und ich mit viel Liebe und Einsatz inzwischen zum Erfolg geführt haben.

Neid, Hass, Missgunst. Nie hätte ich gedacht, dass sich so mancher Bekannter von mir auf diesen Level billigsten Konkurrenzverhaltens begibt und geschäftliche Präferenzen über ethische Prinzipien stellt. Ist aber so. Und so lange dies so sein wird, werde ich hier darüber schreiben, denn die geld- wie auch konkurrenzgeile Mischpoke liest hier ja mit und wird weiterhin jegliches Handeln von mir und meinen Freunden torpedieren.

Mag sein, dass dieser Stress, diese gewisse Angst vor körperlichen Übergriffen momentan mein Schreiben hier hemmt - aber es hindert mich nicht daran, beim nächsten mal Butter bei die Fische zu tun und Ross und Reiter zu nennen. Nicht mehr zwischen den Zeilen zu schreiben. Denn dann muss nicht nicht mehr interpretiert werden, dann wird Tacheles geredet.

Phil.

Der 2.2. droht.

Phil am 1. Februar 2013 um 00:04

Und damit der Trafficgau auf meinem Blog. Entgegne heute diesem einfach mal mit einem sinnlosen Beitrag wie diesem.

Für alle Suchenden nach “Murmeltiertag” und ähnlichen Begriffen am 2. Februar:

Wir, also eher ich, finden es absolute Kacke, ein Jahr lang in einer dunklen Holzkiste zu stecken und dann von so einem befrackten Arsch zu lauter Dickebackenmusik  aus jener heraus gezogen zu werden.  Um vor einem Pulk aus gröhlenden, betrunkenen Zweibeinern sowas wie eine Wetterprognose abzugeben. Vor einer besoffenen Meute, die seit Jahrzehnten nicht bemerkt, dass sie verarscht wird, wenn ich meinen Schatten nicht sehen würde und am liebsten allen Deppen jenes Festes konstantieren würde, dass sie selber einen Schatten haben und diesen bitte zu pflegen hätten.

Also trollt euch bitte, geht nach Hause zu Euren Partnern, denn so manche menschliche Beziehung ist der wahre Murmeltiertag!

*zwinker*, Phil

Der 2. Geburtstag ist mir wurst!

Phil am 31. Januar 2013 um 14:16

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